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Dachverband Stuttgarter Eltern-Kind-Gruppen e.V. | Lazarettstr. 14 | 70182 Stuttgart

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Aktualisiert: 24.01.2014, Druckdatum: 24.11.2017

Eltern-Kind-Gruppen haben viele Gesichter

Eltern-Kind-Gruppen sind private Initiativen von Eltern, die sich zusammengefunden haben, um die außerfamiliäre Betreuung und Erziehung ihrer Kinder selbst zu organisieren. Dadurch nehmen die Eltern ihr im Grundgesetz gem. Art. 6 Abs. 2 verankertes Recht auf Erziehung wahr. Sie übernehmen ehrenamtlich Verantwortung für die Gestaltung der pädagogischen Konzepte, sowie die Organisation und Verwaltung der jeweiligen Eltern-Kind-Gruppe. Die aktive Übernahme von Erziehungsverantwortung auch im außerfamiliären Bereich, durch die enge Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Fachpersonal, stärkt und fördert die Kinder in ihrer Entwicklung.
Aus der Selbstverwaltung heraus ergeben sich große Mitbestimmungs- und gestaltungsmöglichkeiten, bis in den Gruppenalltag hinein. Die Größe der Einrichtung, die Öffnungszeiten und die Gruppenstruktur werden von den Bedürfnissen und pädagogischen Vorstellungen der Eltern in Absprache mit den Erzieher/innen bestimmt. Entsprechend vielfältig sind die Konzeptionen der einzelnen Gruppen, entsprechend unterschiedlich die Altersstrukturen und Gruppengrößen.

Eltern-Kind-Gruppen sind Orte für Kinder

Kinder brauchen Orte, die sich an ihren Bedürfnissen und Wünschen orientieren. Orte, die ihnen Raum geben zu spielen, zu toben und zu experimentieren, sich zu streiten und sich wieder vertragen zu können. Orte an denen die Kinder ihre individuellen kognitiven, sprachlichen, motorischen, kreativen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten weiter entwickeln können. Orte an denen die Kinder Selbständigkeit, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln und ein soziales Miteinander erleben und erlernen können. Kinder unterschiedlicher kultureller Herkunft, behinderte und nicht behinderte Kinder, Jungen und Mädchen, Kinder und Erwachsene können hier zusammenleben und erfahren was Mitsprache, Mitbestimmung und Eigenverantwortung ganz konkret im Alltag bedeutet.

Eltern-Kind-Gruppen sind Orte für Eltern

Eltern-Kind-Gruppen sind auch Orte für Mütter und Väter. Eltern bietet sich die Chance ihre Wünsche, Vorstellungen und Probleme mit anderen Eltern auszu-tauschen und konkrete Unterstützung und Entlastung im Familienalltag zu erfahren. Viele Probleme relativieren sich im Gespräch mit anderen oder es können durch den intensiven Erfahrungsaustausch Lösungsstrategien entwickelt werden.
Eltern-Kind-Gruppen sind daher Chance und Heraus-forderung zugleich.

Eltern-Kind-Gruppen sind Orte für Familien

Die wachsende Mobilität im Berufsalltag bringt es mit sich, dass junge Eltern häufig weder Bekannte noch Verwandte haben, auf deren Unterstützung sie bei der Kinderbetreuung zurückgreifen können. Auch die steigende Anzahl an »Kleinfamilien« bzw. »Teilfamilien« bringt es mit sich, dass Familien oft isoliert und auf sich gestellt leben. So wachsen viele Kinder mit immer weniger Kindern in der Nachbarschaft bzw. in der Verwandtschaft auf.
Der intensive Kontakt der ganzen Familie zu der Einrichtung fördert die Inte-gration und erleichtert Kindern und Eltern den Schritt in die Fremdbetreuung. Die ganze Familie betrachtet die Eltern-Kind-Gruppe bald als »ihr Kinderhaus«. Ein wichtiges Ziel der Eltern-Kind-Gruppen ist, die Bedürfnisse der Eltern und diejenigen der Kinder miteinander zu vereinbaren. Gemeinsame Veranstal-tungen, Freizeiten, Feste etc. runden die Aktivitäten ab und helfen die Isolation der Kleinfamilie zu überwinden, so bieten Eltern-Kind-Gruppen Freiräume für beide Seiten.